Auszubildende

Du möchtest während oder nach deiner Berufsausbildung Praxiserfahrungen im Ausland sammeln, deine Sprachkenntnisse erweitern und interkulturelle Kompetenz erwerben?

Hier findest Du wichtige Informationen zur Planung und Umsetzung von Auslandsaufenthalten während oder im Anschluss an Deine Berufsausbildung, und auch welche Vorteile Dir diese Auslandsaufenthalte bringen.

Für weitere Informationen sowie eine persönliche Beratung stehen wir, die Berater*innen für berufliche Mobilität, Dir sehr gerne zur Verfügung. Nimm Kontakt mit uns auf! Virtuelle Beratungen sind jederzeit möglich.

 

Vorteile

Interesse während oder nach deiner Berufsausbildung ein Auslandspraktikum zu absolvieren?
Es gibt viele Gründe, die dafür sprechen:

Für weitere Informationen sowie eine persönliche Beratung stehen wir, die Berater*innen für berufliche Mobilität, Dir sehr gerne zur Verfügung. Nimm Kontakt mit uns auf! Virtuelle Beratungen sind jederzeit möglich.

Auslandspraktika

Mittelhessischer Bildungsverband e.V. – Transmobilo+ Gruppenentsendung nach Málaga, Spanien

Für Auszubildende und Fachkräfte (im ersten Jahr nach abgeschlossener Ausbildung) des Hotel- und Gaststättengewerbes führt der Mittelhessische Bildungsverband e.V. einmal jährlich im September eine Gruppenentsendung nach Málaga, Spanien durch.
Du absolvierst ein 4-wöchiges Praktikum in einem 4-Sterne-Hotel und nimmst parallel an einem Spanisch-Sprachkurs teil.

Teilnahmevoraussetzung:

  • Du befindest dich in einer dualen Ausbildung im Hotel- oder Gaststättengewerbe oder hast diese gerade abgeschlossen
  • Du wirst von Betrieb und Berufsschule für den Zeitraum des Praktikums freigestellt

So unterstützen wir dich:

  • Finanzieller Zuschuss zu Reise- und Unterkunftskosten über Erasmus+ Stipendien
  • Organisation von Praktikum, Sprachkurs, An-/Abreise und Unterkunft
  • 1-tägiges interkulturelles Vorbereitungstreffen
  • Online-Sprachtest und Sprachkurs
  • Europass-Mobilitätszertifikat

Es stehen insgesamt 10-15 Plätze zur Verfügung. Bewerbungsfrist ist der 15. Mai 2021.

Noch Fragen zur Gruppenentsendung nach Málaga?
Kontaktinformationen finden Sie unter https://transmobilo.mbv-ev.com

Handwerkskammer Frankfurt Rhein-Main – Deutsch-Französischer Lehrlingsaustausch für Auszubildende des Lebensmittelhandwerks nach Bordeaux (Frankreich)

Für Auszubildende und Fachkräfte des Lebensmittelbereichs führt die Handwerkskammer Frankfurt-Rhein-Main einen Lehrlingsaustausch mit der Partnerkammer in Bordeaux durch. Alle zwei Jahre besuchen sich Auszubildende aus der hessischen Partnerregion Nouvelle-Aquitaine und aus dem Kammerbezirk Frankfurt-Rhein-Main. Drei Wochen lang tauschen sich die Teilnehmer*innen beruflich und interkulturell in ihrem Ausbildungsberuf aus. Der Austausch sieht in beiden Ländern den Besuch eines Werkstatt-Lehrgangs sowie eines 2-wöchiges Praktikum vor.

Teilnahmevoraussetzung:

  • Du befindest dich in einer dualen Ausbildung im Lebensmittelhandwerk (Bäckerei, Fleischerei oder Konditorei).
  • Du wirst von Betrieb und Berufsschule für den Zeitraum des Praktikums freigestellt.

So unterstützen wir dich:

  • Finanzierung der Reise- und Unterkunftskosten über Stipendien von ProTandem
  • Organisation von Werkstatt-Lehrgang, Praktikum, An-/Abreise und Unterkunft
  • 1-tägiges interkulturelles Vorbereitungstreffen
  • Begleitung durch eine Begleitperson und ein/e Sprachbegleiter*in
  • Online-Sprachtest und Sprachkurs
  • Europass-Mobilitätszertifikat

Einzelentsendungen

Du möchtest nicht an einer organisierten Gruppenreise teilnehmen, sondern lieber alleine ins Ausland? Kein Problem, denn es gibt auch für Einzelpersonen eine Förderung über Erasmus+ Stipendien. 

Eventuell bringst Du sogar schon einen Praktikumsplatz über Deinen Ausbildungsbetrieb mit oder wir helfen Dir bei der Organisation von Praktikum, Unterkunft, Sprachkurs etc.

Wir entsenden dich für 3 - 6 Wochen. Dies ist ein ausreichender Zeitraum, um viele einzigartige Erfahrungen zu sammeln.

Du kannst Dein Praktikum in einem der Erasmus+ Programmländer absolvieren. Wir haben Partner in verschiedenen Ländern, z. B. in Finnland, Frankreich, Irland, Italien, Spanien und auf Malta. Bitte sprich uns einfach auf Dein Wunschland an.

Teilnahmevoraussetzung:

  • Du befindest dich in einer dualen oder schulischen Ausbildung oder hast diese gerade abgeschlossen.
  • Du wirst von Betrieb und Berufsschule für den Zeitraum des Praktikums freigestellt.

So unterstützen wir Dich:

  • finanzieller Zuschuss zu Reise- und Unterkunftskosten über Erasmus+ Stipendien
  • Organisation von Praktikum, Sprachkurs, An-/Abreise und Unterkunft
  • 1-tägiges interkulturelles Vorbereitungstreffen
  • Online-Sprachtest und Sprachkurs
  • Europass-Mobilitätszertifikat

Natürlich stehen wir Dir auch bei allen weiteren Fragen und Unterlagen (z. B. bzgl. der Versicherung) zur Seite.

Tipps zur Planung

Motivation und Ziele abklären

Warum möchtest Du ein Auslandspraktikum absolvieren? Mache Dir klar, welche fachlichen und persönlichen Ziele Du mit dem Auslandspraktikum erreichen möchtest. Dann fällt es Dir auch leichter gegenüber Deinem*r Vorgesetzten zu argumentieren, warum er*sie Dir das Auslandspraktikum ermöglichen sollte. Bist Du bereit, einen zeitlichen Mehraufwand und eine große Portion Eigeninitiative für die Planung Deines Auslandsaufenthaltes auf dich zu nehmen? Je mehr Du dich während der Planung Deines Auslandsaufenthaltes einsetzt und auch Deine eigenen Wünsche und Vorstellungen einbringst, desto mehr kannst Du selbst auf ein erfolgreiches Auslandspraktikum Einfluss nehmen.

Informationen einholen

Gibt es Angebote für Auslandspraktika an Deiner Berufsschule? Bietet die zuständige Kammer für Deinen Beruf Auslandspraktika an? Welches Land eignet sich fachlich besonders gut für Deinen Beruf? Welche Sprachkenntnisse möchtest Du für Deinen Beruf verbessern? Wie kann das Praktikum finanziert werden?

Beginnen Sie rechtzeitig mit der Planung

Ohne eine gute Vorbereitung sollte niemand sein berufliches Auslandsabenteuer starten:
Die Suche eines Praktikumsbetriebes im Ausland, die Bewerbung auf ein Stipendium zur Finanzierung des Auslandsaufenthaltes, die Beantragung der Freistellung durch die Berufsschule etc. brauchen Zeit! Daher sollte mit der Planung grundsätzlich eines Auslandspraktikums 6 Monate vorher begonnen werden!

Checkliste verwenden

Eine Checkliste erleichtert Dir die Planung Deines Auslandsaufenthaltes. So kannst Du nichts Wichtiges vergessen und dich neben dem Wesentlichen auch der Vorfreude widmen! Nutze dafür unsere Vorlage.

 

Formalitäten

Rechtliche Grundlage

Seit 2005 ist Rechtssicherheit gegeben. Das novellierte Berufsbildungsgesetz stärkt die Bedeutung internationaler Mobilität in der Berufsausbildung erheblich. Ausbildungsabschnitte, die im Ausland verbracht werden, werden rechtlich erstmals als gleichwertiger Teil einer Berufsausbildung im dualen System anerkannt, sofern sie dem Ausbildungsziel dienen.

„Teile der Berufsausbildung können im Ausland durchgeführt werden, wenn dies dem Ausbildungsziel dient. Ihre Gesamtdauer soll ein Viertel der in der Ausbildungsordnung festgelegten Ausbildungsdauer nicht überschreiten." (BBiG, § 2 Abs. 3)

Jedoch: Als Auszubildende*r hast Du keinen Rechtsanspruch auf einen Auslandsaufenthalt in der Ausbildung, Du benötigst immer die schriftliche Einverständniserklärung Deines Ausbildungsbetriebes.

Versicherung

  • Informationspflicht gegenüber der Krankenkasse einhalten: Im Ausland bleibt der Sozialversicherungsschutz grundsätzlich bestehen. Der/die Arbeitgeber*in muss die zuständige Krankenkasse hierfür über den Auslandsaufenthalt informieren. Für Länder, in denen EU-Recht gilt, ist eine A1-Bescheinigung zu beantragen. Prüfe, ob es sich bei Deiner Krankenversicherungskarte um eine Europäische Krankenversicherungskarte handelt. Diese benötigst Du für Deinen Aufenthalt im Ausland.
  • Berufsgenossenschaft informieren: Die Berufsgenossenschaft muss bei einem beruflichen Auslandsaufenthalt informiert werden. Kommt es zu einem Unfall während des Auslandsaufenthaltes im Praktikumsbetrieb, ist wie bei einem Arbeitsunfall im regulären Betrieb die jeweilige Berufsgenossenschaft zuständig und umgehend darüber zu informieren.
  • Gültigkeit der Versicherungen überprüfen: Es ist dringend zu prüfen, ob Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung auch im jeweiligen Zielland gültig sind. In den Ländern der EU und einigen weiteren Ländern, mit denen Deutschland Zusatzvereinbarungen abgeschlossen hat, ist dies unproblematisch (siehe www.dvka.de). Ansonsten sind Zusatzversicherungen abzuschließen. Zudem empfiehlt es sich, eine zusätzliche Kranken-, Unfall- und Haftpflichtversicherung für den Auslandsaufenthalt abzuschließen.

Freistellung vom Berufsschulunterricht

Unabhängig von der Dauer des Auslandsaufenthaltes musst Du für die Zeit im Ausland eine Freistellung bei Deiner Berufsschule beantragen. Im Ausland muss keine vergleichbare Berufsschule besucht werden. Der versäumte Unterrichtsstoff muss selbstständig nachgearbeitet werden. Viele Berufsschulen bieten bereits E-Learning-Programme für solche Fälle an. Bitte denke daran, dass Du Dein Berichtsheft weiter führen musst.

FAQ

Wie lange kann ich während der Ausbildung ins Ausland?

Nach dem Berufsbildungsgesetz können Teile der Ausbildung bis zu einer Dauer von maximal einem Viertel der Ausbildungszeit im Ausland verbracht werden. In der Regel dauern die Aufenthalte aber 3-8 Wochen.

Wie gut müssen meine Sprachkenntnisse sein?

Grundkenntnisse in der Landessprache des Gastlandes sind besonders in Berufen zu empfehlen, in denen die Sprache zur Ausübung des Berufs benötigt wird. Dies trifft z. B. auf Verkäufer*innen, Kaufleute, etc. zu. In den handwerklichen und gewerblich-technischen Berufen funktioniert ein Auslandspraktikum in der Regel auch ohne Sprachkenntnisse in der Landessprache. Außerdem kannst Du dich „mit Händen und Füßen“ besser verständigen als Du denkst! Die Teilnahme an einem vorbereitenden Sprachkurs wird von den Programmen in der Regel finanziell bezuschusst.

Wie überzeuge ich meine*n Vorgesetzte*n von einer Teilnahme an einem Auslandspraktikum?

Dein Ausbildungsbetrieb muss dem Auslandsaufenthalt natürlich zustimmen. Suche das Gespräch mit Deinem*r Vorgesetzten und erkläre, welche Ziele Du mit dem Auslandsaufenthalt verfolgst und welchen Nutzen auch Dein Ausbildungsbetrieb davon hat. Schließlich profitiert dieser von Deinen neu gewonnenen Fähigkeiten und Kenntnissen und eventuell kannst Du wertvolle Kontakte ins Ausland vermitteln.

Verpasse ich nicht zu viel in der Berufsschule?

Der verpasste Unterrichtsstoff muss selbstständig nachgeholt werden. Es empfiehlt sich, einen günstigen Zeitraum auszuwählen, wie z. B. die Ferienzeit.

Ich traue mir nicht zu, alleine ins Ausland zu gehen. Gibt es eine andere Möglichkeit für mich?

Vielleicht ist ein organisierter Gruppenaufenthalt das Richtige für dich: Erfahrene Ansprechpartner/-innen übernehmen die Organisation und Du kannst dich mit Gleichgesinnten austauschen.

Du kannst natürlich auch eine andere Person, die Du z. B. aus der Berufsschule kennst, fragen, ob Ihr gemeinsam einen Auslandsaufenthalt planen und umsetzen wollt.

Wie finde ich eine Unterkunft im Ausland?

Bei Gruppenausreisen wird die Unterkunft meistens von der durchführenden Einrichtung organisiert.
Wenn Du einzeln ins Ausland entsendet wirst, kannst Du die „Mobilitätsberatung der hessischen Wirtschaft“ oder Deinen ausländischen Praktikumsbetrieb um Hilfe bei der Suche nach einer Unterkunft bitten.

Gibt es Einschränkungen bezüglich des Alters?

Generell können berufliche Auslandaufenthalte in jedem Alter durchgeführt werden.
Allerdings gibt es bei manchen Programmen Anforderungen an das Alter, wie z. B. Volljährigkeit oder ein bestimmtes Höchstalter.

Wie bewerbe ich mich für eine Förderung?

Wende dich am besten direkt an die Mobilitätsberatung. Wir wählen dann zusammen mit Dir ein passendes Förderprogramm aus, erläutern Dir das Bewerbungsverfahren und unterstützen dich bei der Erstellung Deiner Bewerbungsunterlagen.

Film: Als Azubi ins Ausland

Die Konditorin Sara Heydweiller hat während Ihrer Berufsausbildung zur Konditorin zwei 3-wöchige Praxisaufenthalte in Betrieben in Frankreich und Schottland absolviert und viele wertvolle Erfahrungen in ihrem Beruf als auch persönlich gesammelt.

Hier geht es zum Film!

Die Maßschneiderin Laura Molzberger hat nach ihrer Fortbildung als Staatlich geprüfte Designerin, Fachrichtung Bekleidungsdesign ein dreimonatiges Praktikum in Teneriffa absolviert. Während ihrer Praktikumsphase entwickelt und stellt sie Produkte für die Winterkollektion 2020/2021 aus rein nachhaltigen Material her. 

Hier geht es zum Film!

Film

Mobilitätsberatung on Air: Azubis berichten bei planet radio vom Auslandspraktikum

Auszubildende haben bei planet radio von ihren Auslandserfahrungen berichtet – jetzt könnt ihr auf unserem Youtube-Channel nachhören was Lisa und Selina zu berichten haben.

Zu hören war die Mobilitätsberatung vom 25.09.17 bis zum 08.10.17.

Zum nachhören:

Mein Praktikum im Ausland: Lisa (24 Jahre) aus Neuhof. Mit der Unterstützung der Mobilitätsberatung durfte Lisa drei Wochen in einer Konditorei in Bordeaux arbeiten. Ihr Favorite: kleine Mousse-Törtchen, ein Klassiker der französischen Patisserie.

Mein Praktikum im Ausland: Selina (21 Jahre) aus Taunusstein. Einer von Selinas größten Wünschen ging in Erfüllung: 4 Wochen Auslandspraktikum auf Malta! In einem kleinen Süßwarengeschäft in Valletta konnte sie die südländische Mentalität kennenlernen und nebenbei die atemberaubende Landschaft entdecken.

Gebündelte Infos zur Mobilitätsberatung: Diese Erfahrung darfst du nicht verpassen! Mithilfe der Mobilitätsberatung können hessische Azubis und junge Fachkräfte Auslandspraktika absolvieren. In allen Ländern der europäischen Union sowie Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei und der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien kannst du mit diesem mehrwöchigen Praktikum wertvolle Erfahrungen sammeln und dein Fachwissen ausbauen.

Gefördert aus Mitteln des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen und der Europäischen Union – Europäischer Sozialfonds.